Park und Schloss Schönfeld Der Park entlang des Spittelsbachs „bildet eine grüne Verbindung zwischen Habichtswald und Fuldaaue“ (Regiowiki), also man könnte auch sagen: zwischen den Parks Wilhelmshöhe und Karlsaue. Uralte Bäume und Rhododendren bilden mit mehreren Teichen ein romantisches Tal, aus dem die Elemente alter Parkgestaltung heute weitgehend verschwunden sind. Von der Gartendenkmalpflege her gesehen wurde der Park vergleichsweise wenig beachtet bzw. wiederhergestellt. Das 1777 von den Landgrafen als Sommersitz erbaute Schloss wechselte mehrmals die Besitzer, wurde aber von berühmten Baumeistern wie Klenze und Bromeis ansprechend modernisiert. Berühmt wurde es als „Augustenruh“ ab 1822, die abgeschobene Gattin von Wilhelm II, lebte hier und führte einen Salon weiter, in dem sich Romantiker und Oppositionelle trafen und der bereits unter der Vorbesitzerin, einer Schwester von Clemens und Bettina Brentano, bestand. Hier verkehrten die Brüder Grimm ebenso wie Achim von Arnim, insofern ein kleiner, wenig beachteter Musenhof in Kassel.

Der botanische Garten Botanische Gärten mit berühmten Pflanzensammlungen gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert in der Karlsaue, sie wurden aber später aufgegeben. Erst 1912 entstand ein neuer Botanischer Garten im Bereich des Parkes Schönfeld, der auch als Schul- und Lehrgarten diente. In den 50iger Jahren wurde der botanische Garten neu gestaltet und erweitert, allerdings 1982 für die Öffentlichkeit geschlossen. Mit Hilfe eines rührigen Vereins wurde der Botanische Garten 2003 wieder eröffnet, nach alten Plänen restauriert und erfreut sich zunehmender Beliebtheit