Bereits im 16.Jahrhundert entstand unter Landgraf Moritz auf dem Gelände zwischen den Fuldaarmen ein Renaissance-Garten, der zum etwas höher gelegenen Landgrafenschloss an der Fulda gehörte. Die Karlsaue wurde unter Landgraf Karl als Barockgarten mit imposanten Wasserkanälen, die strahlenförmig auf das 1710 gebaute Orangerieschloss ausgerichtet sind, gestaltet. „Als geistiger Vater der Gartenanlage gilt der Gestalter Le Notre in Paris“ (Schwarze 2007). Beeindruckend auch das große Bowling Green, die Karlswiese, an deren Rand Statuen aus der griechischen Mythologie aufgestellt sind. Für die Karlsaue gab es um 1710 ebenso wie für die Wilhelmshöhe weitere Pläne mit enormen Ausmaßen, die nicht umgesetzt wurden. Im späten 18. Jahrhundert wurden Elemente des Landschaftspark nach dem Vorbild von Kew Garden in London hinzugefügt (vgl. Modrow 1995). Während der Bundesgartenschauen 1955 und 1981 wurde der historische Park enorm verändert und teilweise zerstört (Werkbund: Durch Pflege zerstört, 1980). Später begann die Restaurierung des historischen Gartenanlage, für die auch ein Parkpflegewerk erstellt wurde.Die Karlsaue wurde sehr häufig auch zum „Spielplatz“ der documenta, historischer Garten und moderne Kunst gerieten oft in ein produktives, gelegentlich in ein Spannungsverhältnis. Wie der englische Garten in München wird auch die Karlsaue für viele Freizeitaktivitäten genutzt, sodass die Parkordnung oft nicht effektiv umgesetzt werden kann.  Vom Fürsten- zum Volkspark“ nennt Schwarze 2007 die Entwicklung des Parks. Besondere Beeinträchtigungen bringt die Nutzung durch den Zissel mit sich.