Roseninsel

Zwei Bereiche im Park Wilhelmshöhe sind besonders erwähnenswert: die Roseninsel und das Dorf Mulang. Die erste Rosensammlung wurde bereits Mitte des 18 Jahrhunderts angelegt, 1781 schrieb Freiherr von Günderode über den Park Weißenstein „Rosen hat man in großer Menge und von so vielfältigen Arten, als man sie vielleicht nirgends versammelt antreffen wird...“ (zit. nach Grimm/Grimm 1996). 1789 entstand die Roseninsel im Lac, dem großen See unterhalb des Schlosses. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war die Rosensammlung enorm angewachsen. Kurfürst Wilhelm II. wünschte sich 10 000 unterschiedliche Arten. Später geriet sie in Vergessenheit bis 1977 ein Bürgerverein die Roseninsel nach historischem Vorbild neu entstehen ließ und so erfolgreich bearbeitete, dass ihm 2015 der Award of Garden Excellence der World Federation of Rose Societies verliehen wurde.

Die Roseninsel im Bergpark Wilhelmshöhe ist jetzt auch in China vertreten. Und zwar im nagelneuen Rosenmuseum, das vor Kurzem in Peking eröffnet wurde.

Auf der Roseninsel im Bergpark Wilhelmshöhe liegt Kaiser Wilhelms Lieblingsteckel Erdmann begraben. Der Dackel Erdmann war der ständiger Begleiter des Kaisers, er verstarb während eines Sommeraufenthaltes. Der Kaiser ließ eine schwarze Steintafel errichten, die eine vergoldete Inschrift trägt.