Die Pagode im Bergpark

Landgraf Friedrich II. (1720 bis 1785) hat zum Ende seiner Regentschaft den Bergpark das Parkdorf Mulang erbauen lassen.  Mit den chinesisch anmutenden Gebäuden wollte er seine Weltoffenheit zeigen. Deshalb ließ er unter anderem die Pagode bauen. Im Innern schmückte er sie mit chinesischen Elementen. Dazu gehört der Buddha, der in einer Wandnische zu sehen ist.

Zur Pagode gehören die sogenannten Wächterfiguren in den seitlichen Nischen sowie eine Scheinbibliothek aus Holz. Nach Angaben der MHK gibt es nur wenige historische Fotos vom Innern der Pagode. Deshalb suche man private Aufnahmen. Auch Schilderungen von Zeitzeugen seien eine Hilfe. Wenn man genau weiß, wie der Buddha aussah, soll er rekonstruiert werden. info@museum-Kassel.de

 

Der Hauptteil dieser Buddhafigur blieb bis heute als Torso in der Pagode erhalten. Im Laufe der Zeit, zu einem unbekannten Zeitpunkt nach 1933, ging der Kopf verloren. Jedoch nagte der Zahn der Zeit auch an den Farbschichten.
Nachdem vor Jahren schon mit Unterstützung durch den Verein Bürger für das Welterbe e. V. die Wandfassung restauriert wurde, ist nun auch die Sicherung der Figur erfolgt. Im Rahmen der Konsolidierung wurde die Buddhafigur durch die Dipl.-Restauratorin Melanie Axt aus Berlin gereinigt, loser Mörtel und Farbschichten mit Festigungsmittel konsolidiert und in geringem Umfang Fehlstellen ergänzt. Ziel war hierbei den Verlust von originaler Substanz zu verhindern, jedoch nicht die Rekonstruktion der Figur mit Wiederherstellung von verloren gegangen Teilen.
Die Pagode soll innen und außen mit allen Ausstattungsstücken wieder hergestellt werden. „Aber nur so weit, wie es denkmalgerecht möglich ist“, sagt  Prof. Hardy Fischer, der ehemalige Vorsitzende des Vereins Bürger für das Welterbe. Die Kosten für diese Arbeiten wurden von dem Verein Bürger für das Welterbe e. V. komplett übernommen. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Pagode komplett innen wie außen mit allen Ausstattungsstücken wiederherzustellen, soweit es denkmalgerecht möglich ist. Hierfür benötigen wir Ihre Unterstützung.